Programm 2021


 

Amalie-Dietrich-Jahr

 

15.01. - 09.10. | Siebenlehn |

 

 


Veranstaltungsreihe zum 200. Geburtstag der Naturforscherin

 

 

Eine der berühmtesten Töchter Sachsens - die Australien- und Naturforscherin Amalie Dietrich (1821–1891) -  wird im Jahr 2021 anlässlich ihres 200. Geburtstages in ihrem Geburtsort Siebenlehn mit einer Veranstaltungsreihe geehrt. 

 

Amalie Dietrich war eine der bedeutendsten Naturforscherinnen Deutschlands im 19. Jahrhundert. Die Sammlung botanischen und zoologischen Materials, die sie während ihres Australienaufenthaltes zusammentrug, gilt als die umfangreichste einer Einzelperson. Sie war Entdeckerin von annähernd 640 Pflanzenarten.

 

Von Siebenlehn in den australischen Busch

 

Amalie Dietrich stammte aus einer sehr armen Beutlerfamilie in Siebenlehn. Sie erhielt eine dürftige Volksschulbildung und musste anschließend ihrem Vater in der Beutlerwerkstatt helfen. 1846 heiratete sie den Apotheker und Botaniker Wilhelm Dietrich, der sie zunächst mit den Grundbegriffen der Botanik vertraut machte. Er lehrte sie, wie man Pflanzen sammelt, bestimmt und präpariert und wie man Herbarien anlegt. Später bildete sie sich autodidaktisch fort.

 

Allein unternahm sie später zu Fuß und mit ihrem von einem Hund gezogenen Wagen weite Reisen durch ganz Deutschland und Österreich. Sie verkaufte ihre Produkte an Apotheken oder botanische Gärten; gleichzeitig dienten diese Reisen auch zum Sammeln nichtheimischer Pflanzen, also zur „Sortimentserweiterung“. 

 

1862 lernte sie den hamburgischen Reeder Cesar Godeffroy kennen, den so genannten „König der Südsee“, der in Amerika und Australien sowohl verschiedene Handelsunternehmen als auch wissenschaftliche Erkundungen betrieb. Bei ihm bewarb sich Amalie Dietrich um eine Stelle als Forschungsreisende. Godeffroy betraute sie mit einem zehnjährigen Forschungsauftrag in Australien.

 

Die Australier nennen sie „Angel of Black Death“

 

1863 landete die dann 43-jährige Amalie Dietrich in Brisbane. Dort sammelte sie in den folgenden Jahren nicht nur Pflanzen, sondern auch Insekten und andere Kleintiere. Außerdem hat sie für die Sammlung des Museum Godeffroy in Hamburg acht Skelette und zwei Schädel von Aborigines aus Queensland nach Deutschland gesendet. In Australien wird sie deswegen auch „Angel of Black Death“ genannt. Einige der von ihr entdeckten Pflanzen- und Tierarten tragen ihren Namen.

 

1873 kehrte Amalie Dietrich nach Deutschland zurück. 1879 begann sie eine Stelle als Kustodin im Botanischen Museum von Hamburg. Sie starb fast siebzigjährig in Rendsburg (Schleswig-Holstein). 

(Quelle: Wikipedia)

 

Alle Veranstaltungen und Infos zum Festjahr finden Sie unter unter » www.amalie-dietrich.eu

Eine Veranstaltung durch den Förderverein der Schule Siebenlehn e.V.

 

Bildnachweis: Amalie Dietrich | Foto: Fotostudio Krüger